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Theater
ist immer politisch. Unter Politik versteht
man beim Theater allerdings nicht Parteipolitik,
sondern Sozial- und Gesellschaftskritik. Schon
Brecht sagte: "Das Theater ist eine moralische
Anstalt". Denn es ist nicht egal, ob man
den Zuseher mit schlechter Literatur verblödet
oder ihn mit anspruchsvollen Texten unterhält.
Dies gilt auch für eine Komödie.
"Vier linke Hände" ist
ein vorwiegend anspruchsvolles Stück, das
jedoch seine Tücken hat. Es geht in diesem
Stück um zwei etwa vierzig Jahre alte Singles.
Allerdings fehlten mir kritische Bemerkungen
zum Single-Dasein. Da das Stück in zwei
völlig verschiedenen Wohnungen spielt, stellte
sich uns auch das Problem der Umbauten. So ergab
sich für mich die Chance, durch das Einführen
einer neuen Figur – bei uns heißt
sie Dr. Einstein und gibt bissig-ironische Gedanken
von sich – beide Schwierigkeiten, fehlende
kritische Stellungnahmen und Verkürzung
der Umbauphasen, gleichzeitig zu lösen.
Das zweite Problem des Stückes ist sein
Schluß. Besser gesagt, seine zwei letzten
Szenen, die das Stück trivial-kitschig enden
lassen. Da ich mich nicht berechtigt sehe, neue
Szenen zu schreiben, habe ich sie kurzerhand
gestrichen und ... |
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